Das Goiselemandl, kurz auch Goisele genannt, ist ein markanter Gipfel am Rande des Zettersfelds, der Sonnenterrasse von Lienz. Wie eine kleine Pyramide ragt seine Spitze empor und fällt damit ins Auge, denn ein so charakteristisches Aussehen ist nicht vielen Gipfeln vergönnt – mit Ausnahme des Großglockners, der der große Bruder vom Goiselemandl sein könnte.
Der Aufstieg zum Goisele ist jedoch deutlich unschwieriger und somit eine schöne Bergtour für die ganze Familie. Wer es sich einfach machen möchte, der nutzt den Sessellift bis zum Steinermandl und wandert von hier in einer knappen Stunde gemütlich zum Gipfel.
Für einen wunderbaren Nachmittagsausflug haben wir hier aber eine familienfreundliche Rundwanderung für euch.
Rundwanderung vom Zettersfeld aufs Goiselemandl
Höhenunterschied: 701m (gewandert)
Gehzeit zum Gipfel: 3,5 – 4,0 Stunden
Gesamtstrecke: 9,52 km
Familien-Check: Familienfreundliche Wanderung, einfacher Gipfel, herrliche Aussicht, Einkehrmöglichkeiten
Hunde-Check: Wasser stellenweise vorhanden; es sollte aber auf jeden Fall auch eine Trinkflasche für den Hund mitgenommen werden
Highlights: Ausblick auf die Lienzer Dolomiten, auf die Schobergruppe und ins Debanttal, Steinmännchen am Steinermandl, viele Murmeltiere
Aufstieg aufs Goiselemandl
Unsere familienfreundliche Bergtour beginnt am Zettersfeld in Höhe des Sporthotels HochLienz. Parkplätze sind kurz vorher an der Mautstraße verfügbar. Alternativ kann die Straße zur Faschingalm genutzt werden; auch dort befinden sich Parkplätze, allerdings wird die Tour dann noch etwas länger.
Gleich hinter der “Alm” – gegenüber vom Hotel – führt ein kleiner uriger Steig durch einen Fichtenwald bis zur St. Michaels Kapelle hinauf. Hier treffen wir auf den Almgüterfahrweg, der uns anschließend weiter den Berg hinauf bringt. Besonders im Juli beeindruckt uns die traumhaft blühende Alpenflora entlang des Weges. Kühe und Pferde teilen sich die Weiden und bilden gemeinsam mit der Natur eine malerische Kulisse.
Ein kurzer steiler Anstieg auf dem Fahrweg bringt uns auf Höhe des Speicherteichs am Lackenboden. Baden ist hier leider nicht erlaubt, aber auch der Genuss des Panoramas an dieser Stelle ist ein Traum.
Über den Goiselemandlweg Nord zum Gipfel
Wenige Minuten weiter gelangen wir an einen Abzweig. Hier verlassen wir nun den Fahrweg und wandern über den Goiselemandlweg Nord weiter. Der Steig führt uns auf verschlungenen Pfaden mitten durch die Natur immer weiter bergauf und dem Gipfel entgegen.
Dabei kommt ein richtig alpines Berggefühl auf. Steine und Felsbrocken säumen den Weg und inmitten dieser unwirtlichen Gegend wachsen und blühen immer noch die beeindruckendsten Alpenblumen.
Das letzte Stück zum Gipfel geht es ordentlich steil bergauf. Zur Linken sichert ein einfacher Zaun den Hang, schwierig ist es dennoch nicht. Trittsicherheit ist zwar gefragt, aber wir kommen ohne Schwindelfreiheit aus. 😉
Ausblick vom Goisele
Vom Gipfel des Goisele ergießt sich vor unseren Augen ein einzigartiges Panorama. Noch höher vor uns ragt die imposante Schleinitz auf. Die Neualplseen verstecken sich zwar in ihrer Mulde, aber die grenzenlos erscheinende Weite, die umliegenden Gipfel der Schobergruppe und das traumhafte Debanttal könnten nicht faszinierender wirken.
In der gegenüberliegenden Richtung erstrecken sich die Lienzer Dolomiten und zu unseren Füßen liegen das Schoberköpfl, das Steinermandl, ja das ganze Zettersfeld.
Sogar bis weit nach Kärnten hinein, reicht unser Blick. Was kann es Schöneres geben, als ein solches Panorama auf Berge, ihre Gipfel und dazwischen die beschaulichen Täler?
Wer sich hier oben nicht niederlässt und den Ausblick in alle Richtungen in sich aufsaugt – der ist selber Schuld.
Und auch die Hunde genießen hier oben eine gemütliche Pause.
Abstieg zum Steinermandl
Für den Abstieg folgen wir zunächst dem Aufstiegspfad und setzen ganz vorsichtig Fuß vor Fuß auf den steilen Weg.
Eine Weile folgen wir noch dem Pfad des Hinwegs und biegen dann aber an einer Weggabelung nach links zum Steinermandl ab. Auf der Sonnenterrasse lassen wir uns nieder und nun brauchen wir erstmal eine Stärkung, bevor wir unsere Rundwanderung fortsetzen.
Rückweg vom Goiselemandl zum Zettersfeld über die Naturfreundehütte
Unsere Wanderung ist hier aber noch nicht zu Ende, auch wenn der Bauch nun gut gefüllt ist und wir den Berg am Liebsten runter rollen würden. Statt den direkten Abstieg zum Zettersfeld zu wählen, folgen wir dem Wegweiser in Richtung Naturfreundehütte.
Wir passieren den Murmeltierpfad und mit Hunden haben wir eigentlich immer das Glück, dass wir die niedlichen Gesellen pfeifen hören und flitzen sehen.
Mit dem Blick ins Debanttal wandern wir bergab. Erst durch die herrlichen Weiden, dann durch dichten Fichtenwald in unzähligen Kehren auf dem sogenannten Erlebnisweg Nußdorfer Berg.
Wir erreichen die Naturfreundehütte und lassen uns eine Erfrischung nach dem Abstieg schmecken. Überhaupt kehren wir ja immer gerne ein, besonders am Zettersfeld, wo alles schon unsere 2. Heimat ist.
Zurück zum Zettersfeld
Der Rückweg bis zum Zettersfeld ist jetzt nicht mehr weit. Ein kurzes Stück bergan geht es bis zur Meckis Alm und von hier auf einem Almgüterfahrweg bis zur Bergstation der Seilbahn. Ein kurzer Schlussanstieg und wir sind wieder am Zettersfeld Zentrum angekommen.
Fazit zum Gipfelerlebnis Goiselemandl
Das Goiselemandl ist ein leicht zu erreichender und unschwieriger Gipfel, der ein grandioses Erlebnis für die ganze Familie bietet. Die nahegelegenen Einkehrmöglichkeiten sorgen für beste Verpflegung, so dass wir auch mit leichtem Gepäck unterwegs sein können.
Seid ihr schon oben gewesen? Nein? Dann nichts wie auffi aufs Goisele. Die Tour eignet sich im Sommer für Wanderer sowie im Winter für Skitourengeher!
Übrigens gibt es in der Umgebung auch noch ideale Ergänzungstouren wie diese hier:
Herzlichst eure Dina
Externe Linktipps:
https://www.osttirol.com/entdecken-und-erleben/winter/skitour/detail/goisele/
https://www.lienzer-bergbahnen.at/de/wandern/319-wandertouren-am-zettersfeld-bei-lienz.html